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W 100 Ersatzteile

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Der Mercedes Benz W 100 Typ 600, seine Geschichte

„Mercedes-Benz W 100 Typ 600", das ist eine Wortkomposition, die wohl jedem automobilen Liebhaber über die Zunge geht, als würde dem Feinschmecker der „Bretonische Hummer in Krustentierbutter sanft gegart mit grünen Spargelspitzen und Krustentierjus“ in der tonbacher Traube serviert. Was hat die Menükarte des Weiteren im Angebot? Im übertragenen Sinne finden sich dort schwäbische Mercedes-Benz Historie Spezialitäten wie der Pullman, der Landauer* und als Schmankerl das Coupé.

Die Geschichte des Mercedes-Benz W 100 Oldtimer

Der Stuttgarter Automobilhersteller, ansässig vor den Toren der schwäbischen Alp, fertigt in den Jahren 1964 bis 1981 insgesamt über 2720 Fahrzeuge dieser Baureihe. In der Nachkriegshistorie wird der Mercedes Benz 600 als automobiles Repräsentationsmodell etabliert. Während dieses Zeitraumes entwickelt sich eine stattliche Angebotspalette. Die Kurzversion (100.012) des Mercedes Typ W 100 600 (fünf Meter vierundfünfzig) ist mit über 80% der verkauften Exemplare das Volumenmodell.

Gemessen an den Produktionszahlen stellt der geschlossene Pullman (sechs Meter vierundzwanzig), der über einen längeren Radstand verfügt, die zweite Klasse dar (100.014). Optional gab es den Mercedes Benz Oldtimer ab Werk als 6-Türer mit zwei hinteren Sitzreihen (100.016). Die Alternative ist ein 4-Türer mit einem eleganten Fondabteil und Trennscheibe zwischen Chauffeur und Eigner. Bei dem W 100 gibt es dann die Gruppe der exklusiven Ausreißer.

Die dritte Gruppe beinhaltet die Varianten Landaulet (100.015) und Pullman-Landaulet. Ihn gibt es wahlweise mit vier oder sechs Türen. Zwei gepanzerte Ausführungen mit kurzem oder langem Radstand werden ebenfalls offeriert und zählen zu dieser Klasse. Laut der Dokumentation von Mercedes-Benz werden sie während des Produktionszeitraumes zwischen 16 und 26 Mal gefertigt. Zu guter Letzt gibt es dann noch die „Truppe der exklusiven Ausreißer“.

Das sind Kreationen, die nie wirklich das Licht der Öffentlichkeit erleben. Sie sind eine Art Schatz von Mercedes-Benz. Sie werden von Daimler-Benz streng behütet und manchmal geheim gehalten. Dazu zählen ein kurzer Landaulet sowie der gepanzerte Pullman mit erhöhtem Dach und sechs Türen. In dieser Epoche wird ein einziges 600er Coupé entwickelt. Sein Verbleib ist die Versuchsabteilung des Herstellers. Dieses Modell ist als eines der Meisterwerke von den Ingenieuren von Daimler Benz zu interpretieren.

Ab und zu sagt wohl die Geschäftsleitung nach einer Phase langer und zäher Arbeit zu den Entwicklern: „Macht es, baut jetzt mal Euren ganz besonderen 600er.“ Dies haben sie dann getan und dieser Mercedes-Oldtimer findet sich heute noch in gut recherchierten Artikeln wieder.

Zwei entscheidende Faktoren haben sich zu „Lebzeiten“ des Mercedes-Benz W 100 Typ 600 nie geändert: die Motorisierung und die Zielgruppe. Das Schub gebende Aggregat ist potenter Achtzylinder mit Einspritzung. Der Mercedes W 100 verwaltet einen Hubraum von insgesamt 6332 Kubikzentimetern. Dort entstehen respektable 250 Pferdestärken.

Der Mercedes W 100 als Aushängeschild

Wo automobiler Glanz und Glamour sind, dort gibt sich die illustre Gesellschaft gern ein Stelldichein. Leonid Breschnew, Elisabeth Taylor, Aristoteles Onassis und Herbert von Karajan sind nur einige, die in dieser Zeit einen Mercedes W100 ihr Eigen nennen. Auch John Lennon gehört dazu. Als er seine Pullman-Version des Mercedes 600 im Dezember 1969 ordert, wünscht er sich im Fond einen weißen Telefonhörer. Er bekommt ihn nicht. Die Stuttgarter liefern die Telefonanlage in klassischem Bakelit-Schwarz.

Sowohl bei seiner Klientel, dem übrigen Publikum und der weltweiten Fachpresse genießt der 600er große Anerkennung. Dieser Respekt findet sich in vielen Anmerkungen und Zeitzeugenberichten wieder. Mit Fug und Recht dürfen sie heute als Grundsteinlegung des Mythos Typ 600 gelten. Schon während der Produktionszeit wird er von der deutschen Fachpresse als „Das beste Auto der Welt“ gelobt.

Der Grund dafür liegt gewiss in der imposanten Gestalt und der für damalige Verhältnisse revolutionären Technik. Die Handschrift von Paul Bracq ist eindeutig zu erkennen. Kenner finden seine Linienführung im W 114 / W 115 wieder. Der Volksmund nennt ihn anerkennend Strichacht. Dieses noch heute sehr weit verbreitete Modell von Mercedes-Benz wird in der Zeit von 1968 bis 1976 produziert.

Der Mercedes-Benz W100 und seine Vorzüge

Nebst dem schon erwähnten Merkmal, der Kraftquelle, haben die Mannen um den Chefingenieur Dr. Fritz Nahlinger technisch Machbares konstruiert und verbaut und während der Entwicklungszeit des Mercedes-Benz W 100 fünfzehn Patente angemeldet. Das Schlüsselwort dieses zweiten Kennzeichens lautet Hydraulik.

Mit einem Arbeitsdruck von exakt 150 bar vollbringt die Komfort-Hydraulik in jedem 600er begeisternde Wunder. Dank eines Druckspeichers, der von einer Motor abhängigen Hochdruckpumpe gespeist wird, kann bei abgestelltem Motor die volle Funktionalität aller Hydraulik-Heinzelmännchen gewährleistet werden.

So ist nach kurzer Startzeremonie die Warnleuchte am Armaturenbrett erloschen und vermeldet damit, dass nun genügend Druck zur Verfügung steht. Nun kann das Bremssystem gebührend schalten und walten und ist jederzeit Herr der Lage. Dieses Reservoir bewerkstelligt ebenfalls die Arbeitsanforderungen zwischen Motor, Getriebe und Hinterachse des W 100. Mit der Perfektion eines unsichtbaren Livrierten, wie es ihn vermutlich nur in Königshäusern gibt, bewegen sich die Fenster. Das Schiebedach gleitet auf seinen Schienen.

Beim Mercedes Pullman dürfen es auch mal zwei davon sein. Die Sessel, die sich gerade noch eben in der einen Position befanden, wechseln nahezu lautlos ihren Standpunkt. Selbst die Klappen der Lüftungsanlage funktionieren nach diesem Prinzip. Allein fünf dieser unsichtbaren Dienstboten stehen in einem Mercedes 600 zu Diensten, wenn es darum geht, die Türen auf den letzten Millimeter ganz sachte zuzuziehen. Und beim Pullman sind es schon einmal zwei mehr.

* Der Korrektheit halber sei an dieser Stelle noch kurz erwähnt: die Landaulet (-Kutsche) stammt von dem Landauer ab. Dabei handelt es sich und eine etwas smartere, also kleinere Spielart. Nebst dem Chauffeurs- beziehungsweise Kutscherabteil charakterisiert diese Bauweise zwei vis-à-vis oder zwei parallel angeordnete Sitzreihen, auf denen sich die Gesellschaft verweilt. Die Historie geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Seit dem 18. Jahrhundert wird diese Form als bevorzugter Reisewagen und Statussymbol für entsprechende Personenkreise gewählt. Ob die Herkunft auf französische Entwickler oder die Stadt Landau in der Pfalz zurückzuführen ist, kann bis heute nicht eindeutig belegt werden.

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